10-jähriges Jubiläum 2013

Gibt´s doch gar nicht! 

Es gibt nicht viele Veranstaltungsformate, die binnen Minuten nach Freischaltung der Anmeldungen jährlich ausgebucht sind. Es gibt auch nicht viele Motorsport-, erst recht Offroadveranstaltungen, die von betroffenen Anwohnern und Behörden jährlich wohlwollend toleriert werden. Es gibt auch keine Motorradveranstaltung bei der der Veranstalter wegen zu großer Nachfrage fast zehn Jahre jede Form der Veröffentlichung vermieden hat. Und es gibt kein Enduro-Event, das auch im zehnten Jahr immer noch zu 100% karitativ ist . . . .

Doch!

Mitten in der bevölkerungsreichsten Region Deutschlands. Um genau zu sein in der Stadt der Schwebebahn. Und das Team um den Veranstalter unterstützt sogar andere dabei, die Veranstaltung zu kopieren.

So sieht man auf der WuppEnduro-Startseite (unten) inzwischen vier ähnliche Enduro-Formate in NRW, die das Bundesland inzwischen zu einem "karitativen Mekka für Reise-Enduristen" machen.

In Wuppertal feierte das www.WuppEnduro.de im September 2013 seinen 10. Geburtstag.

Die Spendensummen sind eine enorme Motivation für das WuppEnduro-Team und erreichen Jahr für Jahr durch engagierte Sponsoren neue Rekordhöhen.
Im Rahmen des Veranstaltungsmarathons „Wuppertal 24 Std. live“ gab es 2004 einen kleinen Beitrag in der Lokalzeitung, 6 x 4 cm groß. Dort war zu lesen, dass Endurobesitzer zu einem Treffpunkt kommen konnten um Ihre Geräte in ihrer Heimatstadt einen halben Tag lang artgerecht zu halten und dabei die aktuellen Großbaustellen der Stadt zu besichtigen.
Kontakt zu den Eigentümern der Flächen hatte Martin Lietz, der heute noch bei der 17.-größten Stadt Deutschlands für die Vermarktung von Gewerbeflächen zuständig ist. Zum vorgegebenen Treffpunkt kamen zu seiner Überraschung 26 Motorradfahrer.
Zu befahren waren die damals größte Tunnelbaustelle der Nation deren sehr steile, unbefestigte Baustraße durch das Naherholungsgebiet „Burgholz“ führte, die größten Kalkwerke Europas im Wuppertaler Nordwesten, die Großbaustelle der Deutschlandzentrale der BARMENIA sowie der stillgelegte Truppenübungsplatz der 2004 leergezogenen Kasernen der Stadt. Paradiesische Verhältnisse für die Teilnehmer, die sich derart überschwänglich für den erlebten Tag bedankten, dass Martin abends noch schnell einen Grill besorgte, ein paar Würstchen, einen Kasten Bier und paar Flaschen Cola.
Bei der zweiten Auflage standen 2005 dann schon mehr als dreimal so viele Teilnehmer am Treffpunkt – ohne eine Anzeige geschaltet zu haben. Wieder waren mehrere Grundstücke zu besichtigen und die Teilnehmer wurden spontan in zwei Gruppen aufgeteilt.
Ab dem dritten Jahr begann der organisatorische Aufwand. Genehmigungen und Versicherungen und somit auch Teilnehmergebühren kamen in´s Spiel – deren Erlös bis heute zu 100% gespendet wurden. Erstmals ging die Veranstaltung über zwei Tage und aus ein paar Würstchen auf dem Grill wurde professionelles Catering. Inzwischen ist die Veranstaltung auf 200 Teilnehmer begrenzt und der Interessentenkreis in Martin´s Mail-Verteiler ist fast fünfmal so groß, weshalb auch keine neuen Adressen mehr aufgenommen wurden. Das wollen wir allerdings ändern.
Vielmehr versucht Martin nun andere dafür zu begeistern selber Organisatoren einer zu 100% karitativen Enduroveranstaltung in ihrer Region zu werden. Auf diese Art und Weise entstand das www.HönneTrail.de , das schon im zweiten Jahr kein Insidertipp mehr ist.
Für das WuppEnduro können die Teilnehmer sich per E-Mail-Verfahren im Juni des jeweiligen Veranstaltungsjahres bewerben. 2013 hat es 18 Minuten gedauert und die 200 Plätze waren vergeben. Reiseenduros werden im Rahmen der Anmeldung bevorzugt behandelt und inzwischen haben Sportenduros gar keine Chance mehr. „Für die gibt es genügend Veranstaltungen, die auf´s Jahr verteilt, gut zu erreichen und auch anfängerfreundlich sind“, sagt Martin, der selber oft genug gerne einfach Teilnehmer ist – unbeschwert und einfach zum Spaß.
Eben ganz wie beim WuppEnduro, das vielleicht irgendwann der Beginn einer zu 100% karitativen Serie in ganz Deutschland wird.
Das WuppEnduro hat nämlich den großen Vorteil, dass man als Anfänger und Hobby-Endurist sorgenfrei unterwegs sein kann und nicht nach hinten schauen muss. Die Teilnehmer werden bei der Veranstaltung in 6 Gruppen aufgeteilt um in den 6 zur Verfügung stehenden Sektionen jedem genügend Freiraum zu lassen. Von den 6 Sektionen sieht jeder Teilnehmer vier; zwei am Freitagnachmittag und zwei am Samstagvormittag, die maximale OffRoad-Fahrzeit liegt am Ende bei 6 Stunden. Es handelt sich ausdrücklich nicht um einen Wettbewerb. Diejenigen, die flotter fahren möchten, müssen passende Stellen abwarten wo sie keinen anderen Teilnehmer bedrängen – ansonsten fliegen sie raus, ohne Vorwarnung. Das sagt Martin jedes Jahr bei der Fahrerbesprechung bevor die sechs Gruppen jeweils mit Tourguide und letztem Mann in 3-minütigem Abstand in die Sektionen starten, die auf´s Stadtgebiet verteilt sind. „Rausgeschmissen haben wir während der Veranstaltung lediglich zwei Personen; und das ist schon einige Jahre her“ sagt Martin und ergänzt: „Reiseendurofahrer unterscheiden sich sehr von Sportenduristen. Die müssen den anderen nichts beweisen. Da geht es vielmehr um den reinen Fahrspaß und noch mehr um die Gemeinschaft. Das Lagerfeuer, das es am ersten Abend der zweitägigen Veranstaltung gibt ist dabei genauso beliebt wie der vorher stattfindende Reisevortrag, der inzwischen im benachbarten Hörsaal mit 300 Sitzplätzen jährlich voll besetzt ist.
Für Martin sind zwei Dinge der Lohn der Mühe, die er sich, seiner Frau und einem tollen Team von freiwilligen Helfern in jedem Jahr macht: zum einen die 200 grinsenden, meist dreckigen Gesichter, die am Samstag zum Abschluss der zwei Tage mit ihren Tourguides aus den Sektionen in´s Fahrerlager zurückkehren und sich schon auf das Folgejahr freuen.
Zum anderen der wesentliche Punkt der Spenden. Nie und nimmer wäre der Familienvater dazu in der Lage jährlich fünfstellige Beträge an karitative Einrichtungen seiner Heimatstadt zu spenden. In der Rubrik „der gute Zweck“ kann jeder Teilnehmer und jeder Sponsor der Veranstaltung jährlich erkennen wie hoch der Erlös war und wofür die Einnahmen verwendet wurden.


Ganz wichtig ist deshalb der Dank an die Sponsoren, die mit ihren großen und kleinen Beiträgen zu dem beliebten Wochenende die Spendensumme Jahr für Jahr in immer neue Höhen steigen lassen. Waren es 2012 noch 14.443,- Euro, so kann man aktuell über Erlöse immer mehr staunen.

In den letzten Jahren gab es für die Teilnehmer immer einen guten Grund die Kamera mitzubringen: die Fotografen der 4 schönsten Bilder bekommen einen Startplatz für das Folgejahr garantiert. Zuletzt waren es die schönsten drei Bilder und der beste Film, weshalb für die kommenden Jahre schöne Bilder garantiert sein werden. Die Jury ist ein unabhängiges Gremium.

Zum Schluss noch eine Anmerkung, die Martin als Veranstalter sehr am Herzen liegt: ohne die Sponsoren und den guten Zweck würde er das Ganze nicht jährlich wiederholen.

Aber ohne die vielen Helfer würde er ganz bestimmt das WuppEnduro in der heutigen Form nicht bewältigt bekommen. Bei allen, die bisher unterstützt und geholfen haben, möchte er sich an dieser Stelle ganz herzlich dafür bedanken, dass sie das WuppEnduro in´s Jubiläumsjahr 2013 und darüber hinaus begleitet haben. Das gilt auch für das THW-Ersthelferteam in den Sektionen und das Catering-Team im Fahrerlager.

Aus den wenigen, spontan gekauften Würstchen im ersten Jahr sind inzwischen mehr als 300 plus fast 200 Steaks im Jubiläumsjahr geworden, ganz abgesehen von den 450 Eiern, die als Rührei eines hochwertigen Frühstücksbuffets auf den Tellern landeten.

Anstelle des einen Bierkastens im ersten Jahr gibt es nun einen gut gefüllten Kühlwagen . . . .